Wasserstoff für eine dekarbonisierte Energieversorgung

Als Netzbetreiber sind wir davon überzeugt, dass die Energiespeicherung von grünem Strom in Form von Wasserstoff eine Schlüsselrolle bei der zukünftigen dekarbonisierten Energieversorgung spielen wird. Mit Wasserstoff lässt sich ein Überangebot an Strom bei starkem Sonnenschein und starkem Wind effizient speichern und damit zeitlich entzerren und örtlich bestens mittels einer bereits bestehenden Netzinfrastruktur verteilen. Wasserstoff ist Energieträger und Kraftstoff sowohl für eine CO2-arme Produktion in der Stahl- und Chemischen Industrie, als auch für eine emissionsfreie Mobilität in der Region. Wasserstoff ist Energieträger, der die Sektoren Industrie, Mobilität und auch Wärme bedienen kann. Seine Vorteile können wertschöpfend genutzt werden, wenn die Erzeugung und Nutzung von vorzugsweise grünem Wasserstoff sowie dessen Transport über eine gut funktionierende Infrastruktur Hand in Hand gehen. Dieses Potenzial haben wir erkannt.

mosaHYc - ein erster Schritt zum Europäischen Wasserstoffnetz

Wir setzen uns für ein Wasserstoff-Inselnetz ein, welches das Saarland, die Region Grand Est in Frankreich und Luxemburg mit Wasserstoff versorgen kann: Im Projekt „mosaHYc“ (Moselle-Saar-Hydrogen-Conversion) wollen wir gemeinsam mit dem Netzbetreiber GRTgaz eine bestehende Gasinfrastruktur nutzen, um ein grenzüberschreitendes Hochdrucknetz für den Transport von Wasserstoff aufzubauen. Ziel ist es, eine 100 Kilometer lange Infrastruktur zu schaffen, die es Wasserstoffproduzenten und -verbrauchern in der „Großregion“ ermöglicht, Geschäftsmodelle in der Industrie, im Wärmemarkt und im Verkehrssektor zu entwickeln. Mit einem solchen Wasserstoffwirtschaftssystem ließen sich in der Region knapp eine Million Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Ein enormer Beitrag, um den Klimazielen für 2030, 2040 und 2045 näher zu kommen.

Im Rahmen dieses Verbundes will die Creos Deutschland mit dem Fernleitungsnetzbetreiber GRTgaz im Projekt mosaHYc (Moselle-Saar-Hydrogen-Conversion) eine bestehende Gasinfrastruktur nutzen, um ein grenzüberschreitendes Hochdrucknetz für den Transport von Wasserstoff aufzubauen. Ziel ist es, eine 100 Kilometer lange Infrastruktur zu schaffen, die es Wasserstoffproduzenten und -verbrauchern in der „Grande Région“ ermöglicht, Geschäftsmodelle in der Industrie, im Wärmemarkt und im Verkehrssektor zu entwickeln. Dabei müssen sowohl das Zusammenspiel der verschiedenen Leitungsabschnitte im Raum Völklingen (Deutschland), Carling (Frankreich), Bouzonville (Frankreich) und Perl (Deutschland) im Saarland und in Frankreich berücksichtigt werden, als auch sicherheitstechnische Aspekte. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie werden die bestehenden Leitungen untersucht und auf die Umstellung auf Wasserstoff vorbereitet. Darüber hinaus wird geprüft, inwiefern eine bestehende Leitungstrasse zwischen Völklingen und Saarbrücken für den Transport von Wasserstoff genutzt werden kann.

Grafik: Die Wasserstoffprojekte im Saarland und in Frankreich.

Der Leitungsverlauf im Saarland

Juni 2022: Wasserstoff-Projektgesellschaft gegründet

Für das weitere Vorantreiben ihres Wasserstoffprojektes mosaHYc (Moselle-Saar-Hydrogen-Conversion) hat die Creos Deutschland GmbH eine Projektgesellschaft gegründet: Mit der Creos Deutschland Wasserstoff GmbH beabsichtigt die Creos Deutschland GmbH die Wasserstoffwelt von morgen aktiv mit zu gestalten. Damit kann sie im Rahmen des gerade laufenden Förderverfahrens zum Important Project of Common European Interest (IPCEI) die Chancen auf eine Pränotifizierung und Förderung deutlicher wahren und flexibel auf die Möglichkeiten einer Regulierung des geplanten Wasserstoffnetzes (opt-in) reagieren. Geschäftsführer der Projektgesellschaft ist Norman Blaß.

Mai 2021: Großer Teilerfolg für mosaHYc - erste IPCEI-Hürde geschafft

Creos Deutschland, das Energieunternehmen STEAG, der Anlagenbauer Siemens Energy, die Saarbahn und die Stahlunternehmen SHS – Stahl-Holding-Saar (mit den Unternehmen Dillinger und Saarstahl) haben dafür eine gemeinsame Projektidee entwickelt, mit der sie durch die Erzeugung, die Verwendung und den Transport von Wasserstoff eine grenzübergreifende und perspektivisch grüne Wasserstoffwirtschaft etablieren wollen.

Dafür hatten die genannten Unternehmen im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens des Bundeswirtschaftsministeriums zur Identifizierung wichtiger Wasserstoffprojekte von gesamteuropäischem Interesse – kurz: IPCEI - dieses Konzept im Februar 2021 gemeinsam eingereicht. Ende Mai 2021 wurde ein wichtiger Teilerfolg erreicht: Das Bundeswirtschaftsministerium gab bekannt, dass der Antrag die erste Auswahlrunde erfolgreich durchlaufen hat. Das Projekt ist nun eingeladen, an der zweiten Phase, dem sogenannten „Match-Making“ auf europäischer Ebene, teilzunehmen. Mehr.